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Arbeitsmarkt

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Jessica Stahl
Gesamtleitung
Pädagogischer Fachdienst

Immer wieder schaffen Beschäftigte aus unseren Werkstätten den Sprung in den regulären Arbeitsmarkt. Und das freut uns besonders, denn das ist unser originäres Ziel: Menschen mit Behinderung so zu entwickeln, dass sie unser Angebot in den Werkstätten nicht mehr benötigen.

Verschiedene Wege in den allgemeinen Arbeitsmarkt

Um erfolgreich eine langfristige sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu vermitteln, verfolgen wir bei uns im Haus unterschiedliche Ansätze: Praktika und Außenarbeitsplätze in Kooperationsbetrieben, unsere eigenen Inklusionsunternehmen und die Teilnahme am Projekt „Begleiteter Übergang Werkstatt – allgemeiner Arbeitsmarkt“ (BÜWA) des Freistaat Bayerns.
Egal welches dieser Beschäftigungsverhältnisse wir vermitteln: Wir berücksichtigen dabei immer die individuellen Wünsche, Fähigkeiten und Kompetenzen sowie die Lebenssituation des Einzelnen. Kein eingeschlagener Weg muss alleine bestritten werden oder ist eine Einbahnstraße. Gemeinsam finden wir für jeden, der sich verändern möchte, eine Lösung, die ihn weiterbringt und glücklich macht.

Praktika: Ohne Druck etwas anderes ausprobieren

Einfach mal ein wenig Luft auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt schnuppern? Das geht wunderbar mit einem Praktikum in einem Unternehmen des ersten Arbeitsmarktes. Zunächst prüfen unsere geschulten Fachkräfte, die sogenannten Job-Coaches, gemeinsam mit dem Beschäftigten, welche Aufgabe er sich vorstellen könnte und vermitteln dann eine geeignete Praktikumsstelle in der Region. Klappt das für beide Seiten gut, kann daraus ein Außenarbeitsplatz werden.

Außenarbeitsplätze in Betrieben der Region

Wer an sich fit für den allgemeinen Arbeitsmarkt ist, aber den sicheren Hafen der Werkstätten noch nicht ganz verlassen will, findet eine tolle Chance in unseren Außenarbeitsplätzen. Hier bleibt der Beschäftigte weiter bei den Chiemgau-Lebenshilfe-Werkstätten angestellt, ist aber in einem Kooperationsbetrieb in der Region tätig. Er arbeitet gleichberechtigt mit anderen Kollegen und lebt einen gewöhnlichen Arbeitsalltag. Auf Wunsch und bei entsprechender Eignung ist die Übernahme in ein festes Arbeitsverhältnis möglich. Sollte sich der Beschäftigte hingegen überfordert oder einfach unwohl in der neuen Arbeitssituation fühlen, kann er jederzeit unkompliziert zu uns zurückkehren.

Unsere Inklusionsunternehmen

Während unsere Job-Coaches einige unserer Beschäftigten für Außenarbeitsplätzen in privatwirtschaftliche Unternehmen der Region vermitteln, ist für andere eine Arbeit in einem unserer Inklusionsunternehmen die bessere Wahl. Sowohl bei der Chiemgau-Maßarbeit als auch beim Bio-Lieferdienst Chiemgau-Kiste arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung Hand in Hand. Auch sie haben es geschafft und sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

Projekt auf Landesebene:
Begleiteter Übergang Werkstatt – allgemeiner Arbeitsmarkt

2014 startet der Freistaat Bayern ein Pilotprojekt mit dem Namen “Begleiteter Übergang Werkstatt – allgemeiner Arbeitsmarkt”, kurz BÜWA.
Das Ziel: Mehr Menschen mit Behinderung eine sozialversicherungspflichtige Anstellung zu ermöglichen und sie so in die Mitte der Gesellschaft aufzunehmen.
Der Weg: Eine strukturierte Qualifizierungsmaßnahme für Menschen mit Behinderung, bei der Werkstätten und Kooperationsbetrieb eng zusammenarbeiten und ihr Möglichstes für eine nachhaltige Inklusion geben. Für Arbeitgeber lohnt sich das Engagement sogar doppelt: Sie schaffen nicht nur mehr Vielfalt in ihrem Unternehmen, sondern erhalten bis zu 70 Prozent des berücksichtigungsfähigen Arbeitsentgeltes rückerstattet. Die Initiative wurde gut angenommen und einige Menschen mit Behinderung konnten so erfolgreich und langfristig vermittelt werden. Und so wurde 2019 aus dem Pilotprojekt eine dauerhafte Maßnahme.

Wie läuft

BÜWA